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Unterschied Feingold und Altgold – Was zählt beim Ankauf

Unterschied Feingold und Altgold – Was zählt beim Ankauf

Feingold ist hochreines Anlagegold mit einer Reinheit von 999,9 ‰ – das klassische 24-Karat-Gold in Form von Barren und Anlagemünzen. Altgold ist dagegen ein Sammelbegriff für gebrauchtes Gold aus Schmuck, Zahngold oder Industrie-Resten mit gemischter Reinheit zwischen 333 ‰ und 916 ‰ (8 bis 22 Karat). Beim Ankauf zählen drei Größen: die Reinheit (Karat-Stempel), das Eigengewicht und der aktuelle Tagespreis. Wer Altgold verkaufen oder Feingold neu anlegen will, profitiert davon, beide Begriffe sauber zu trennen – sie folgen unterschiedlichen Spielregeln am Markt.

999,9 ‰
Reinheit von Feingold (24 Karat)
333–916 ‰
Reinheit-Bandbreite Altgold
Spotpreis × Reinheit
Ankauf-Formel für Altgold

Feingold vs. Altgold: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Beide gehören zur Gold-Familie, sind im Ankauf aber zwei verschiedene Welten. Diese Mini-Matrix zeigt, worin sich Feingold und Altgold beim Verkauf praktisch unterscheiden:

Kriterium Feingold Altgold
Reinheit 999,9 ‰ (24 Karat) 333–916 ‰ (8–22 Karat)
Form Barren, Anlagemünzen Schmuck, Zahngold, Bruch
Ankauf-Berechnung Tagespreis × Gewicht Tagespreis × Gewicht × Reinheit
Mehrwertsteuer Anlagegold: USt-frei Schmuck: regulär 19 % beim Neukauf
Wiederverkauf Standardisiert, direkt am Kurs Erfordert Schmelze-Schritt beim Händler

★ = besonderes Merkmal · ✓ = standardisiert · ○ = abhängig von Material und Reinheit

Basis für jede Abrechnung: Der aktuelle Goldpreis pro Gramm Feingold ist die Referenzgröße – sowohl für reine Anlagebarren als auch für die anteilige Berechnung bei Altschmuck.

Was bedeutet die Reinheit eines Goldstücks?

Die Reinheit gibt an, wie viel reines Gold tatsächlich in einem Stück steckt. Bei Feingold sind es 999,9 von 1.000 Teilen – also nahezu chemisch rein. Schmuck-Altgold ist hingegen eine Legierung: Gold wird mit Silber, Kupfer oder Palladium gemischt, um es härter und tragbarer zu machen.

Die gängigsten Reinheits-Stufen bei Altgold in Deutschland und Europa:

  • 333er Gold (8 Karat): 33,3 % Goldanteil – häufig in günstigem Modeschmuck, in Italien und Skandinavien.
  • 585er Gold (14 Karat): 58,5 % Goldanteil – der DACH-Klassiker bei Trauringen und Ketten.
  • 750er Gold (18 Karat): 75,0 % Goldanteil – hochwertiger Schmuck, viele Markenkollektionen.
  • 916er Gold (22 Karat): 91,6 % Goldanteil – häufig in indischem und nahöstlichem Schmuck.
  • 999,9er Feingold (24 Karat): Anlagebarren und reine Anlagemünzen, kein Tragschmuck.

Der Karat-Stempel auf der Innenseite eines Rings oder am Schmuck-Verschluss ist der schnellste Hinweis auf die Reinheit. Fehlt er, kann der Händler die Reinheit per Säuretest oder Röntgenfluoreszenz-Analyse bestimmen.

So berechnen Sie den Ankaufpreis für Feingold und Altgold

Bei Feingold ist die Rechnung einfach: aktueller Tagespreis pro Gramm Feingold × Gewicht des Barrens oder der Anlagemünze. Bei einem 100-g-Barren mit 999,9 ‰ Reinheit fließt der volle Tagespreis in die Abrechnung – minus einer geringen Händler-Marge.

Bei Altgold kommt die Reinheit als dritte Variable dazu. Die Formel lautet:

1
Materialart bestimmen
Ist es Anlagegold (Barren, Anlagemünze) oder Altgold (Schmuck, Zahngold, Bruch)? Anlagemünzen mit Sammlerwert (Krugerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker) werden in der Regel nicht eingeschmolzen, sondern zum Kurs weiterverkauft.
2
Reinheit anhand des Stempels ablesen
Der Punzierungs-Stempel (333, 585, 750, 916, 999) sitzt bei Ringen innen, bei Ketten am Verschluss-Schloss. Ohne Stempel prüft ein seriöser Händler die Reinheit kostenfrei per Säuretest oder Röntgenfluoreszenz.
3
Gewicht und Tagespreis kombinieren
Reines Gewicht ohne Steine oder Lötstellen × Reinheit (z. B. 0,585 bei 14 Karat) × aktueller Goldpreis pro Gramm Feingold = brutto Materialwert. Davon zieht der Händler eine transparente Marge ab.
4
Bei Goldsilbermarkt einreichen
Versicherter Einsendeprozess, faire Tagesabrechnung, transparente Auszahlung. Über den Ankauf-Service läuft die Bewertung TÜV-Saarland-geprüft und nachvollziehbar.
Sie wollen Feingold neu kaufen? Für Neuanlagen mit voller Reinheit empfehlen sich klassische Goldbarren ab 1 g – mit Echtheitszertifikat anerkannter Hersteller und voll versichertem Versand.

Praxis-Hinweise: Was Sie vor dem Verkauf prüfen sollten

Wer Altgold verkaufen möchte, profitiert von drei kleinen Vor-Checks. Sie kosten zehn Minuten und bringen oft die Differenz zwischen einem mittelmäßigen und einem fairen Angebot:

  • Steine entfernen oder mitwiegen? Edelsteine, Glas-Einsätze und Kunststoff-Verzierungen zählen nicht zum Materialwert. Ein seriöser Händler subtrahiert das Steinegewicht – fragen Sie aktiv nach.
  • Zertifikate suchen: Für Anlagebarren und Anlagemünzen sind Echtheitszertifikate ein Plus, kein Muss. Für Altschmuck sind sie nicht nötig – die Reinheit kommt aus dem Stempel und der Materialprüfung.
  • Tagespreis vorher checken: Der Goldpreis schwankt täglich. Ein Blick auf den aktuellen Tagespreis vor dem Verkaufstermin schützt vor Bauchschmerzen – und macht Vergleichsangebote leichter einzuordnen.

Wichtig: Anlagegold (Feingold-Barren, Anlagemünzen ab 900 ‰) ist beim Kauf in der EU mehrwertsteuerfrei. Goldschmuck hingegen wird beim Neukauf regulär mit 19 % MwSt. belegt – beim Verkauf als Altgold spielt die Mehrwertsteuer in der Regel keine Rolle, weil es um den reinen Materialwert geht.

Häufige Fragen zu Feingold und Altgold

Was ist Feingold genau?

Feingold ist Gold mit einer Reinheit von 999,9 ‰ – also fast chemisch reines, 24-karätiges Gold. Es kommt in Form von Anlagebarren (1 g bis 1 kg) und Anlagemünzen (Krugerrand, Maple Leaf, Wiener Philharmoniker) vor. Feingold ist das Standard-Format für die Anlage in physisches Gold.

Was ist Altgold und welche Reinheiten sind üblich?

Altgold ist ein Sammelbegriff für gebrauchtes Gold aus Schmuck, Zahngold, Industrie-Resten und Bruch. Übliche Reinheiten sind 333er (8 Karat), 585er (14 Karat), 750er (18 Karat) und 916er (22 Karat). Der Goldanteil reicht von 33,3 % bis 91,6 % – der Rest sind Silber, Kupfer oder Palladium-Beimischungen.

Wie wird der Ankaufpreis für Altgold berechnet?

Die Formel lautet: Gewicht × Reinheit × aktueller Tagespreis pro Gramm Feingold. Beispiel: Ein 10-g-Schmuckstück aus 585er Gold enthält 5,85 g reines Gold – multipliziert mit dem Tagespreis pro Gramm Feingold ergibt sich der Brutto-Materialwert. Davon zieht der Händler eine transparente Marge für die Verarbeitung ab.

Brauche ich ein Echtheitszertifikat für den Altgold-Verkauf?

Nein. Für Altschmuck genügt der Karat-Stempel auf dem Stück. Fehlt der Stempel oder bestehen Zweifel, prüft ein seriöser Händler die Reinheit kostenfrei per Säuretest oder Röntgenfluoreszenz-Analyse. Ein Echtheitszertifikat ist nur für neue Anlagebarren und Anlagemünzen relevant.

Wie viel ist mein Altschmuck ungefähr wert?

Eine grobe Hausnummer: Brutto-Schmuckgewicht in Gramm × Reinheit (0,333 / 0,585 / 0,75 / 0,916) × aktueller Tagespreis pro Gramm Feingold. Davon gehen Steine, Lötstellen und die Händler-Marge ab. Eine kostenfreie Tagesbewertung über den Ankauf-Service ist immer die verbindlichere Variante als jede Online-Schätzung.

Fazit: Reinheit, Gewicht und Tagespreis – mehr brauchen Sie nicht

Der Unterschied zwischen Feingold und Altgold ist im Kern ein Reinheits-Unterschied: 999,9 ‰ für Anlagebarren auf der einen Seite, 333 bis 916 ‰ für Schmuck und Bruch auf der anderen. Wer Altgold verkaufen will, bekommt einen fairen Preis, wenn Reinheit, Eigengewicht und aktueller Tagespreis transparent zusammengerechnet werden. Wer Feingold neu kaufen will, greift zum standardisierten Barren oder zur Anlagemünze – ohne Reinheits-Rabatt, ohne Schmelze-Schritt. Bei Goldsilbermarkt läuft beides aus einer Hand: TÜV-Saarland-geprüft, mit transparenter Tagesabrechnung und voll versichertem Versand.

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